Richtlinien zu Abrundungen und Formschrägen bei Spritzgussteilen

Korrekter Einsatz von Verjüngungs- und Verstärkungskehlen verbessert den Ausstoß, erhöht die Steifigkeit von Teilerippen und verstärkt die Form.

Abrundung von Ecken

Die Abrundung von Ecken verhindert unnötige Belastung

Außerdem sollte das Schaffen von Belastungsstegen in steilen Ecken vermieden werden. Zu diesem Zweck kann ein Radius eingesetzt werden, der die Spannungen verteilt den Fluss der Kunststoffschmelze erleichtert.
Steile Ecken haben hohe Spannungskonzentrationen und der Kunststofffluss wird beeinträchtigt.

Abgerundete Ecken haben niedrigere Spannungskonzentrationen und der Kunststofffluss wird verbessert.

Formschräge

Ausreichende Formschräge einplanen

Es wird dringend empfohlen, an allen „senkrechten“ Flächen mindestens 0,5 Grad zu verwenden.
  • 2 Grad sind in den meisten Situationen einsetzbar.
  • 3 Grad sind die Mindestanforderung für einen Formschluss (Metall auf Metall gleitend).
  • 3 Grad sind für eine leicht strukturierte Oberfläche erforderlich (PM-T1).
  • 5 Grad oder mehr sind für eine stark strukturierte Oberfläche erforderlich (PM-T2).

Verjüngte Formschlussflächen verwenden

Bei einem „ineinanderschiebbaren Formschluss“ gleiten die Formschlussflächen beim Schließen und Öffnen der Form ineinander. Je größer die Gleitbewegung, desto größer der Verschleiß und das Potenzial für Formprobleme (z. B. Bruch) und Teileprobleme (z. B. Abquetschung).

Um diese Probleme zu vermeiden, sollte die „Steilheit“ eines ineinanderschiebbaren Formschlusses daher im Idealfall einige Grad von der Senkrechten abweichen.

Dieses Beispiel zeigt, wie ein Teilemerkmal problemloser mit verjüngten Wänden hergestellt werden kann als ohne diese.
Keine Formschräge führt zu parallelen Formgleitflächen
Formschrägen führen zu verbesserten Formschlussflächen

Sliding Shutoffs Video