Erste marktweite DNV-Zertifizierung: 3D-Druckservices von Protolabs liefern zuverlässige Ergebnisse für den Öl-, Gas- und Energiesektor

Donnerstag, 20. Mai 2021 Protolabs

Erste marktweite DNV-Zertifizierung: 3D-Druckservices von Protolabs liefern zuverlässige Ergebnisse für den Öl-, Gas- und Energiesektor

Vertrauen ist der Schlüssel für die Öl- und Gasindustrie – sowie für den gesamten Energiesektor. Die Ankündigung der DNV-Zertifizierung für die additive Metallfertigung aus dem Protolabs-Serviceportfolio beweist daher Qualitätssicherheit in Bezug auf eine hohe Bauteilqualität und daraus folgende Betriebssicherheit, die wir für die anspruchsvollen Bedingungen innerhalb dieser Branche bieten.

Während der letzten Monate haben wir – wie einige von Ihnen vielleicht bereits mitbekommen haben – eng mit der DNV kooperiert. Als Ergebnis können wir nun voller Freude verkünden, dass wir die Öl- & Gas-Zertifizierung Qualification of Manufacturer erhalten haben. Protolabs gehört damit zu den ersten Herstellern in der EMEA-Region, die mit dieser Zertifizierung ausgezeichnet werden. Wir sind zudem auch der erste zertifizierte Hersteller, der die Pulverbettschmelztechnologie in seinem additiven Fertigungsprozess einsetzt – und damit ideale Qualitätsmerkmale durch eine hohe Auflösung und geometrische Genauigkeit vorweisen kann.

„Vertrauen in Bauteile und Lieferanten nimmt völlig zu Recht eine zentrale Position innerhalb der Öl- und Gasindustrie sowie für den gesamten Energiesektor ein“, erklärt hierzu Daniel Cohn, General Manager und 3DP Lead von Protolabs EMEA. „Mit der Arbeit, die wir unter dem wachsamen Blick der DNV – dem unabhängigen Experten für Risikomanagement und -sicherung in diesem Bereich – durchgeführt haben, können wir nun Qualitätssicherheit schaffen. Die Auditierung unserer Produktionsanlagen und -prozesse beweist, dass wir die Anforderungen der Öl- und Gasindustrie erfüllen, sodass wir nun den gesamten Sektor noch besser unterstützen können.“

Unabhängige DMLS-Zertifizierung für Protolabs

Die Zertifizierung wird für unsere Technologie des Direkten Metall-Lasersinterns (DMLS) ausgestellt – speziell für die Superlegierung Inconel 718, einem hochfesten, korrosionsbeständigen Nickel-Chrom. Die Kombination der ausgezeichneten Eigenschaften des Materials mit der DMLS-Expertise unserer Spezialisten ermöglicht es uns, in kürzester Zeit komplexe Geometrien für Teile umzusetzen, die sich gegenüber den rauen Umgebungen in der Branche beständig zeigen.

Die Zertifizierung zu erhalten ist ein mehrstufiger Prozess. Hierzu gehört eine technische Bewertung einer Reihe von Prüfpunkten innerhalb der Fertigungsanlage. Darüber hinaus wird auch das Material spezifischen Prüfungen unterzogen. Dabei werden nicht nur die einzelnen Spezifikationen detailliert überprüft, sondern auch das gesamte Produktionssystem. Die unabhängige Zertifizierung liefert den zuverlässigen Nachweis, dass die Prüfpunkte den hohen Qualifikationsstandard der DNV erfüllen.

„Ich freue mich sehr, dass unser Global Additive Manufacturing (AM) Technology Centre of Excellence Protolabs dabei unterstützen konnte, diesen Meilenstein zu erreichen – als erster zertifizierter Hersteller, der die Pulverbettschmelztechnologie in seinem additiven Verfahren einsetzt“, erklärt Dr. Sastry Kandukuri, Senior Principal Materials Specialist der Energy Systems Business Unit der DNV. „Wir freuen uns darauf, unsere Kooperation mit Protolabs fortzusetzen. Diese stärkt die Sicherheit und das Vertrauen in additiv gefertigte Produkte, während deren Einsatz in der Öl-, Gas- und Energieindustrie weiter zunimmt.“

Zertifizierte additive Fertigung schafft Vertrauen und Qualitätssicherheit

Die Zertifizierung des DMLS-Verfahrens und unserer Superlegierung Inconel 718 ermöglicht uns ein neues Maß an Vertrauen und Qualitätssicherheit. Zusätzlich bieten wir eine Vielzahl von Materialien und Technologien, die für die Öl- und Gasindustrie, die Schifffahrt und die Offshore-Industrie sowie für den gesamten Energiesektor relevant sind.

„Unser Portfolio beinhaltet eine Reihe von Metallen und Kunststoffen für den Einsatz in der additiven Fertigung. Diese Materialien sind jeweils auf die spezifischen Anforderungen eines Projekts abgestimmt“, berichtet Daniel Cohn. „Innerhalb der Branche sehen wir zahlreiche Möglichkeiten, dass Inconel 718 eine wertvolle Ergänzung darstellen kann. Das gleiche gilt – in Einsatzgebieten, die sich durch weniger extreme Temperaturbereiche auszeichnen – auch für Edelstahl 316L. Die Anwendung von Funktionspolymeren ist in Einsatzbereichen sinnvoll, die durch weniger extreme Bedingungen geringere Anforderungen an die verwendeten Materialien setzen. Die DNV-Zertifizierung gilt für unser Material Inconel 718, aber sie ist vor allem der Beweis für unseren qualitätsorientierten Prozess. Deswegen gehen wir davon aus, dass sich das Vertrauen der Branche auf unser gesamtes Angebot ausweiten wird.“

Daniel Cohn prognostiziert, dass die ersten Anwendungen nach der Zertifizierung die additive Fertigung von Ersatzteilen umfassen werden, bei denen die ursprünglichen Gussformen nicht mehr vorhanden sind: „Ich vertrete die Überzeugung, dass sich die Branche insbesondere bei Teilen, die früher gegossen wurden, der additiven Fertigung zuwenden wird. Dabei ist es auch möglich, zusätzliche Konstruktionsmöglichkeiten zu prüfen, um die Effizienz zu steigern und robustere Designs für Teile wie Pumpen, Ventile, Komponenten für Turbinen oder Sensorik zu entwickeln. Darüber hinaus gibt die Zertifizierung unseren Kunden die Gewissheit, dass sie auf die additive Fertigung zurückgreifen können, um die Vorteile der Dekarbonisierung zu nutzen.“

„Die additive Fertigung kann noch schneller an branchenübergreifender Relevanz gewinnen, wenn das Vertrauen in die Technologie, die Materialien, die Prozesse und in die Fertigungsunternehmen vorhanden ist“, erklärt Cohn weiter.

Protolabs erhöht 3D-Druckkapazitäten

Um unser unternehmenseigenes Ziel zu erreichen, 3D-gedruckte Teile durch ein wachsendes Portfolio an Materialien und Dienstleistungen noch schneller anzubieten, bauen wir derzeit eine neue 5.000 Quadratmeter große Produktionsstätte in Putzbrunn bei München. Diese wird unseren Kunden noch besseren Zugang zu den automatisierten Fertigungsprozessen und Qualitätssystemen des Unternehmens bieten. Mit der Investition von 13,5 Millionen Euro (exklusive Grundstück) werden wir unsere 3D-Druckkapazitäten damit um 50 Prozent erhöhen und so der wachsenden Nachfrage nach dieser Technologie gerecht werden.

„Wir sind der weltweit schnellste digitale Hersteller, der zudem die erforderliche Sicherheit bieten kann. Es ist uns allerdings auch ein zentrales Anliegen, Teile noch schneller zu produzieren und unseren Kunden einen noch größeren Serviceumfang zu bieten“, berichtet Daniel Cohn. „Wenn ein fertiges Design auf unserer Online-Bestellplattform eingeht, durchläuft es eine kurze Machbarkeitsprüfung durch unser fachkundiges Entwicklungsteam, um anschließend gedruckt zu werden. Die DNV-Zertifizierung verschafft uns das nötige Vertrauen und die neue Produktionsstätte die Kapazität, um noch mehr Teile innerhalb nur eines Tages zu liefern.“