Warum Ihr Teilelieferant nach ISO 9001 zertifiziert sein sollte

Mittwoch, 19. September 2018 Stephen Dyson
Quality at protolabs

Das Qualitätssicherungssystem von Protolabs greift, sobald ein Kunde eine Teiledatei hochlädt, und reicht über den ganzen Herstellungsprozess bis zum Versand.

Die Wahl eines Fertigungsvertragspartners für Ihr Unternehmen ist eine kritische Entscheidung. Im Hinblick auf die Produktion kommt es selbstverständlich darauf an, dass ein Lieferant zuverlässig und effizient arbeitet und pünktlich und budgetgerecht liefern kann.

Aber darüber hinaus stehen auch Glaubwürdigkeit und Renommee Ihres Hauses auf dem Spiel, denn „Sie vertrauen Prozesse und Produktion Ihres Unternehmens einer anderen Firma an“, meinte Ken Chess, COO von Fusion OEM. „Und weil der Ruf Ihres Unternehmens auf dem Spiel steht, müssen Sie Ihren Vertragspartner sehr sorgfältig auswählen – und benötigen eine objektive externe Bestätigung, dass das Geschäft [des Vertragspartners] effektiv geführt wird.“

Aus diesem Grund empfiehlt sich die Wahl eines Lieferanten, der über eine entsprechende ISO-Zertifizierung verfügt. Durch diese Zertifizierung wird im Rahmen einer unabhängigen Validierung bescheinigt, dass ein Unternehmen überprüfbare Standards einhält. In vielen Branchen wählen Unternehmen ausschließlich zertifizierte Firmen als Geschäftspartner aus, denn nur so können sie sichergehen, dass ihre Lieferanten anerkannte Normen und Verfahren einhalten.

“Aus der Sicht unseres Kunden geht es dabei einfach um Vertrauen”
ISO certification Protolabs

 „Aus der Sicht unserer Kunden geht es dabei einfach um Vertrauen“, erklärte Gian Vallonchini, Quality Manager bei Protolabs in Bezug auf Unternehmen, die Fertigungspartner suchen. „In unserem Fall möchten sich Kunden darauf verlassen können, dass Protolabs stets Teile guter Qualität liefern kann.“

Was die Normen abdecken

 ISO-Normen werden von der unabhängigen Internationalen Organisation für Normung mit Sitz in Genf herausgegeben. Diese weltweit anerkannte Organisation erarbeitet Qualitätsnormen, an die sich Unternehmen freiwillig halten können. Eine ISO-Zertifizierung dient als Nachweis, dass Lieferanten diese strengen Normen erfüllen und ihre Managementsysteme ständiger Überprüfung und Verbesserung unterliegen.

Das Qualitätsmanagementsystem (QMS) bei Protolabs für die Fertigung von Prototypen oder Spritzguss- und maschinenbearbeiteten Teilen in Kleinserie ist an den Anforderungen von ISO 9001:2015 ausgerichtet und hat laut Gian Vallonchini einen breiten Anwendungsbereich. Ganz allgemein deckt es Folgendes ab:

  • Kontext der Organisation
  • Unternehmensführung
  • Planung
  • Support
  • Betrieb, einschließlich von Anforderungsmanagement, Lieferantenkontrollen, Produktion und Fehlerkontrolle
  • Leistungsbewergung
  • Verbesserung

Protolabs verfügt über die Zertifizierung nach ISO9001:2015 und ist damit auf dem neuesten Stand. Somit „wissen unsere Kunden, dass wir über Richtlinien, Verfahren, Prozesse und Systeme verfügen, nach denen wir uns richten und die wir sehr genau einhalten“, erklärte Vallonchini. „Und dieses System ist auf die Kunden und ihre Anforderungen fokussiert. Denn das ist die eigentliche Definition von Qualität: Erfüllung der Anforderungen.“

“wissen unsere Kunden, dass wir über Richtlinien, Verfahren, Prozesse und Systeme verfügen, nach denen wir uns richten und die wir sehr genau einhalten”

Der breite Anwendungsbereich des QMS soll laut Vallonchini alle Aspekte des „digitalen roten Fadens“ bei Protolabs abdecken. „Das Qualitätssystem greift, sobald ein Kunde eine Datei in unser System hochlädt. Es schließt von der Kundenbetreuung über Auftragserfassung und Fertigung bis zum Versand alles ein.“
Kontinuierliche Verbesserung gehört fest zum System und auch zur Zertifizierung. So werden ISO-Normen zum Beispiel alle 7 bis 10 Jahre aktualisiert (die Vorgängernorm war ISO 9001:2008). In der Regel werden Unternehmen dann alle drei Jahre einem Audit unterzogen, wie Vallonchini erklärte.
Neben ISO 9001:2015 verfügt Protolabs für die Produktion von medizinischen Instrumenten mit additiven Fertigungsverfahren (3D-Druck) und die Maschinenbearbeitung für Prototypenherstellung und Kleinserienproduktion auch über die Zertifizierung nach ISO 13485:2012.
Außerdem erfolgen jährlich kleinere Überwachungsaudits. Alle diese Audits werden von unabhängigen Validierungsstellen durchgeführt. Protolabs kontrahiert mit NQA, einer vom britischen Akkreditierungsservice UKAS akkreditierten Zertifizierungsstelle für Managementsysteme.
Weltweit hält Protolabs regionsspezifische Zertifizierungen in verschiedenen Ländern wie zum Beispiel den USA und Japan.