Interview mit Bjoern Klaas, Vice President & Managing Director EMEA

Gepostet am Donnerstag, 21. April 2022 Nach Protolabs
Bjoern Klass

Wer bist du und welche Position hast du bei Protolabs?

Mein Name ist Björn Klaas, ich bin General Manager Europa und Vice President auf globaler Ebene und damit auch Mitglied des Executive Leadership Teams und des European Leadership Teams.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus?

Es gibt schon den typischen Arbeitstag bei mir. Dieser besteht erstmal viel aus Reisen, meist Montag bis Donnerstag oder auch Freitag. Und ich lege auch viel Wert darauf meinen Tag zu strukturieren und zu planen, auch wenn das nicht immer einfach ist. In der Regel habe ich am Tag mehrere Meetings, in welchen ich meine Kenntnisse und meine Meinung einbringe, die aber auch zielgerichtet sind und für die ich mich vorbereite. Ich räume mir aber auch bewusst die Zeit ein um Sachen abzuarbeiten und zu durchdenken, Stillarbeit, wie man in der Schule so schön gesagt hat.

Was magst du am meisten an deinem Job?

Die Menschen mit denen ich zusammen bin eigentlich. Eigentlich sage ich deshalb, weil es in den letzten zwei Jahren auch gar nicht so viel war. Man ist fast nur noch virtuell unterwegs, was für mich persönlich ein Manko ist, viele mögen das, ich selbst mag es nicht so gerne. Ich mag es mich mit den Führungskräften auszutauschen, die direkt an mich berichten, aber auch der Austausch mit allen anderen Mitarbeitern ist mir wichtig, da mir das andere Ansichten gibt und ich dadurch lernen kann und auf der anderen Seite meine Nachricht besser verteilen kann. 

Was ich außerdem gerne mag ist die Analyse von Daten, ich bin auch ein Zahlenmensch. Ich freue mich, wenn die monatlichen Zahlen rauskommen, dann setze ich mich erstmal hin und schaue mir alles ganz genau an.

Wie verbringst du am liebsten deine Mittagspause?

In Telford hole ich mir mein Mittagessen pragmatisch von der Tankstelle, da lachen schon alle drüber. In Putzbrunn nutze ich meistens den Brotzeitwagen, der klingelt dann einmal und man weiß, dass er da ist. Ich muss auch ehrlicherweise zugeben, dass ich manchmal Kollegen darum bitte mir etwas mitzubringen, wenn ein Termin in die Mittagsstunde reicht - das versuche ich aber zu vermeiden. Manchmal wünsche ich mir, dass ich noch so geregelt Mittagspause in der Kantine mache wie früher. Vielleicht ist das eine gute Sache, die ich mal wieder öfter machen sollte, in der Mittagsrunde trifft man dann auch mal wieder andere Kollegen und es können sich innovative Ideen entwickeln.

Was ist das Besonderste woran du bei Protolabs gearbeitet hast?

Ich glaube für die Unternehmung ist das Besonderste, alles was wir im Moment machen und daran bin ich ebenso maßgeblich beteiligt. Damit meine ich 2.0, Roadmap, HUBS und die Adaption des Geschäftsmodells auf diese Diversifizierung. In gewisser Weise befinden wir uns in einem Umbruch unseres Business Models, dazu kommen Anpassungen an extern veränderte Bedingungen z.B. durch den Brexit. An sich hat jedes einzelne dieser Events das Potential einer riesen Veränderung und eines enormen Wachstums. Gepaart mit einer baldigen wirtschaftlichen Erholung, war es genau die richtige Entscheidung all die Änderungen in 2020/2021 zu machen, auch wenn es oft sehr herausfordernd war. Aber jetzt kann es richtig losgehen und darauf freue ich mich extrem!

Wieso hast du dich für Protolabs entschieden?

Der erste Satz, der mir durch den Kopf geht: Weil es ein einzigartig kolossales Unternehmen ist.

Die Entscheidung kam aus meiner Historie heraus: ich war zuvor bei einer Firma, die Zulieferer für Protolabs war, da kam ich in Kontakt mit dem Unternehmen. Irgendwann wurde ich dann angesprochen ob ich für Protolabs arbeiten möchte und da war die Entscheidung relativ schnell klar. Ich mag das innovative Geschäftsmodell, wir sind der einzige digitale Hersteller in dieser Breite und mit so einem Potential, wir haben einen gigantischen Wissensvorsprung vor den Anderen und wer da nicht ja sagt, ist selbst schuld.

Welchen Ratschlag würdest du dir selbst geben, wenn du auf deine Anfänge bei Protolabs zurückblickst?

Ich bin relativ blauäugig rangegangen. Protolabs ist ein Unternehmen mit weniger Prozessen, als ich es gewohnt war. Das liegt daran, dass Protolabs 20 Jahre alt ist und nicht 200, wir erfinden uns sehr häufig und immer wieder neu. Wir bieten unseren Kunden neue Produkte und Angebote, die wieder anders zu verkaufen sind als vorher. Und das bewirkt, dass wir uns in einem ständigen Innovationszyklus befinden. Man muss also ein gutes Maß an Flexibilität mitbringen und Veränderung begrüßen. Das habe ich am Anfang unterschätzt. Ich bin in meinem Strategieansatz klassisch ausgebildet und die Anwendung dieser Ansätze funktioniert bei uns oft nicht, da wir ein produzierendes Unternehmen im E-Commerce Umfeld sind und einfach ein anderes Geschäftsmodell haben. Das habe ich lieben gelernt, aber es hat bestimmt ein halbes bis ein Jahr gedauert, bis ich das geliebt habe.

Beschreibe in 3 Worten was Protolabs für dich bedeutet.

Geschwindigkeit. Flexibilität. Wachstum.

Auf den letzten Punkt möchte ich nochmal extra eingehen: wir sind als Unternehmen gerade in einer Phase in der wir wachsen wollen, können und müssen. Daher ist mir der Punkt fast am wichtigsten.

 

Björn Klaas, Vice President EMEA bei Protolabs, wurde von Magdalena Maehrlein, Talent Acquisition Partner Europe bei Protolabs, interviewt.