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Hansgrohe Group bezieht verchromte Prototypen von Proto Labs

Den Mischer öffnen und sich am sprudelnden Nass erfreuen! Hinter diesem scheinbar simplen Vergnügen steckt eine gehörige Portion Know-how.


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Hansgrohe Group bezieht verchromte Prototypen von Proto Labs

Den Mischer öffnen und sich am sprudelnden Nass erfreuen! Hinter diesem scheinbar simplen Vergnügen steckt eine gehörige Portion Know-how. Den Strahl nicht zu hart, nicht zu weich, nicht zu sparsam, nicht zu verschwenderisch, zig Mal am Tag, jahrein, jahraus, von ganz kalt bis ganz heiß und immer mit dem Wow-Faktor – so lassen Armaturen von Hansgrohe das Wasser aus der Wand kommen. Um stets die Gunst des Verbrauchers mit neuen Modellen zu gewinnen, steckt das Unternehmen erheblichen Aufwand in das Design und den Musterbau. Proto Labs ist ein Schlüsselfaktor zur schnellen Umsetzung der zahlreichen Ideen. Schon zu Beginn 1901 zeigte sich Gründervater Hans Grohe mutig und innovativ. Er setzte alles auf den gerade aufkeimenden Sanitärbereich im Eigenheim. Mit seinen Blechbrausen begann eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Das Unternehmen Hansgrohe prägte die Duschkultur wie kaum ein anderes. Die Erfindung der Brausenstange, mit deren Hilfe sich Brausen stufenlos höhenverstellen ließen, ermöglichte effizientes Waschen im Stehen – das moderne Duschen war geboren. Produkte wie die „Selecta“ von 1968 gehören zu den Meilensteinen der Designgeschichte. Sie war die weltweit erste Handbrause mit Strahlverstellung und verkaufte sich mehr als 30 Millionen Mal. 1992 führte das Unternehmen die Marke AXOR ein. Exklusive Designerkollektionen und außergewöhnliche Badund Raumkonzepte zeichnen die Luxusmarke der Hansgrohe Group aus.

„Wer marktbestimmend sein will, setzt Trends. Das bedingt eine schnelle Folge von neuen Produkten.“

Es ist schon ein außergewöhnliches Unternehmen entstanden in Schiltach. Mitten im beschaulichen Schwarzwald, im schönen Kinzigtal, erlebt der Besucher internationale Betriebsamkeit und ein Flair, wie es sonst nur von Konzernen in Metropolen verströmt wird. Kein Wunder, denn hier befindet sich die Firmenzentrale eines der global führenden Unternehmen für Armaturen und Brausen für Bad und Küche. Allein an den drei Standorten in Schiltach, Offenburg und Alpirsbach arbeiten über 2.250 Mitarbeiter der weltweit mehr als 4.000. Unter anderem ist in Schiltach auch die gesamte Konstruktionsabteilung, die Forschung und Entwicklung sowie der umfangreiche Musterbau untergebracht. Jochen Armbruster gehört zur F & E Abteilung und leitet den Bereich CA-Tools und Prototyping. Hansgrohe unterhält am Standort einen eigenen Musterbau mit einem Pool an CNC-Maschinen, diversen Rapid-Prototyping-Verfahren und 3D-Druckern. Darüber hinaus bestehen enge Verbindungen zu umliegenden Fertigungswerkstätten im Bereich Spritzguss, Formen-, Werkzeug- und Prototypenbau. Jochen Armbruster erklärt: „Wir stellen im Jahr zirka 30.000 Prototypen her. Von Grundkörpern über Handgriffe bis hin zu Innen- und Ventilbauteilen. Bedingt durch den Schwerpunkt Sanitär hat der Großteil der Musterteile den typischen Chrom- oder Edelstahllook.“ Die große Anzahl an Prototypen erklärt sich durch die Designorientiertheit des Unternehmens. Jochen Armbruster beschreibt es so: „Wir vertreten einen hohen Anspruch an Form und Funktion. Physische Prototypen helfen bei der Entscheidung, welche Produkte kommerzialisiert werden und welche nicht. Wir haben den Anspruch, dem Markt weltweit neue Impulse zu geben. Unsere Innovationen und Neuheiten werden in der Regel auch begeistert aufgenommen, was man an zahlreichen Kopierversuchen, unsere Produkte zu fälschen, ablesen kann.

Wer marktbestimmend sein will, setzt Trends. Das bedingt eine schnelle Folge von neuen Produkten; knapp 30 Prozent unserer Produkte am Markt sind weniger als drei Jahre alt. Gegenüber Produktkopierern kennen wir kein Pardon. Wir halten aktuell 17.000 Schutzrechte und gehen Verletzungen konsequent nach. Unsere Kunden erkennen AXOR und hansgrohe an der Qualität. Im Schwarzwald ist der traditionelle Hang zur Perfektion besonders ausgeprägt.“ Die glänzende Chromoberfläche der Original Produkte von hansgrohe zeugt von der hohen Qualität der mehrfachen Beschichtung. Diesen typischen Chromlook auf den Prototypen zu erzeugen, ist für den hauseigenen Prototypenbau ebenfalls aufwändig. Jochen Armbruster zählt die Stationen auf: „Zuerst erfolgt die Bearbeitung des Messingblocks auf den CNC-Maschinen, darauf folgt das manuelle Schleifen und Polieren, schließlich gehen die Rohlinge ins Werk 2 in die Galvanik, bevor sie wieder in den Musterbau zurückkehren für den Zusammenbau. Erst jetzt können die Prototypen vorgelegt werden damit entschieden werden kann, welches Design den Weg in das Angebot nimmt. Früher haben wir mit chromoptischen Verfahren gearbeitet, um diesen Prozess zu beschleunigen. Dazu wurden Lackierverfahren angewandt. Leider erhält man so keine Oberfläche, wie sie im Galvanikverfahren entsteht. Insbesondere scharfe Kanten sind damit zum Beispiel nicht zu generieren. Dann sind wir auf Proto Labs gestoßen. Dort wird sehr schnell mit additiven Verfahren der Grundkörper erstellt, der dann mit einer Chromoberfläche überzogen wird, die der des Galvanikverfahrens entspricht.“

„ Während wir in unserem konventionellen Musterbau bei Chromoberflächen einen personalintensiven Arbeitsprozess zurückgreifen müssten, können wir die Prototypen bei Proto Labs bestellen und haben sie in wenigen Tagen vorliegen. Einfacher und schneller geht es kaum.“

Die Entdeckung von Proto Labs war für Jochen Armbruster eine Lösung, um großem Zeitdruck bei gleichzeitig hohem Anspruch an die Oberflächengüte gerecht zu werden. Alle zwei Jahre findet die Branchenleitmesse ISH in Frankfurt statt. Die dort präsentierten Produktneuheiten müssen mindestens ein halbes Jahr vorher fotografiert werden für Prospekte, Kataloge und sonstige Werbe- und Verkaufsmaßnahmen, häufig bevor die serienreifen Produkte verfügbar sind. „Bei einem solchen Fotoshooting benötigen wir Prototypen, die den Originalen äußerlich nahezu entsprechen, in Form und Oberfläche. Mittels additiver Verfahren sind Innengeometrien realisierbar, die frästechnisch nicht machbar wären. Die Serienprodukte werden nämlich nicht gefräst sondern per Kokillenguss mit verlorenen Kernformen hergestellt.“ Wie sehr der Proto Labs Chromlook echten Teilen entspricht, zeigt sich in der Weiterveredelung. Die AXOR Manufaktur ist ein exklusiver Service zur Individualisierung der Luxusprodukte der Marke. Sie bietet unter anderem exklusive Sonderoberflächen an, die über das PVD-Verfahren hergestellt werden. Die verchromten Prototypen von Proto Labs können in diesem physikalischen Hochvakuum-Verfahren bei Hansgrohe beschichtet werden. Sie reagieren auf die PVD-Beschichtung ähnlich wie die Originalteile und lassen nun Schlüsse zu verschiedenen Farbgebungen zu. Mit Proto Labs ist die Durchlaufzeit von der Beauftragung für ein Teil mit Oberflächenlook bis zum Eintreffen auf weniger als zehn Tage geschrumpft. Ein sensationeller Wert für Jochen Armbruster: „Bei uns in der Forschung und Entwicklung zählt Geschwindigkeit. Die Hansgrohe Group ist designgetrieben, das belegt unsere Top 10 Position im Company Ranking des anerkannten iF World Design Guides, noch vor Unternehmen wie Apple, Daimler oder BSH. Auf der Suche nach der ästhetisch besten Lösung unterstützt uns auch die haptische Betrachtung unterschiedlicher Varianten. Bei einem Mischer beispielsweise ist es wichtig zu sehen, wie sich die Veränderungen von bestimmten Positionen und Radien plastisch auswirken. Prototypen haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber 3D-Abbildungen oder sogar VR-Renderings, die über 3D-Brillen betrachtet werden können.“ Jochen Armbruster ist zufrieden mit der guten Zusammenarbeit mit Proto Labs: „Unsere Ansprechpartner kennen unsere Anforderungen. Bei der Beauftragung weisen wir auf unsere Schwerpunkte hin und zeigen auf, welche Details möglichst exakt abgebildet werden sollen und wo wir es uns erlauben können, ein Auge zuzudrücken. Während wir in unserem konventionellen Musterbau bei Chromoberflächen einen personalintensiven Arbeitsprozess zurückgreifen müssten, können wir die Prototypen bei Proto Labs bestellen und haben sie in wenigen Tagen vorliegen. Einfacher und schneller geht es kaum, deshalb werden wir die Zusammenarbeit weiter ausbauen.“

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